Front, Heck, Allrad
Ob ein Auto zieht oder schiebt, entscheidet, wie es anfährt, wie es um die Kurve geht und was im Winter passiert. Hier fährst du alle Antriebsarten selbst: am Berg, auf Schnee und im Kurvenlabor. Und du erfährst, warum Allrad nicht gleich Allrad ist und warum ein Allradler vier gleiche Reifen braucht.
Station 1Ziehen oder schieben? Wo Motor und Antrieb sitzen
Achslast-Labor: Wohin wandert das Gewicht beim Gasgeben?
Modell: 1.350 kg leer, Radstand 2,6 m, Schwerpunkt 55 cm hoch, typische Gewichtsverteilungen. Reibwerte etwa: trocken 1,0, nass 0,7, Schnee 0,3, Eis 0,1. Roll- und Luftwiderstand weggelassen, Allrad ideal verteilt.
Station 2Kurvenlabor: Untersteuern und Übersteuern
Stationäres Modell: 1.400 kg, Schwerpunkt 50 cm hoch, offene Achsdifferenziale, ESP aus. Wie bei den meisten Serienautos ist die Vorderachse etwas weniger griffig abgestimmt (leichtes Untersteuern). Das Auto ist zur besseren Sichtbarkeit größer gezeichnet.
Station 3Allrad ist nicht gleich Allrad
Die Bauteile, die Kraft zwischen den Achsen verteilen
Momentverteilung: Wer bekommt die Kraft, wenn eine Achse rutscht?
Modell: Anfahren an einer leichten Steigung, 1.500 kg. Zum Losfahren braucht das Auto hier etwa 1,1 kN Vortrieb. Blankeis hat fast keinen Grip (Reibwert 0,03), die andere Achse steht auf nassem Asphalt. Systemverhalten vereinfacht und typisch, nicht die Kennlinie eines bestimmten Autos. ESP und Bremseingriffe sind ausgeschaltet.
Meilensteine
Station 4Allrad im Alltag: Reifen, Abschleppen, Prüfstand
Rechnung: Umfang aus der Reifengröße, ein neuer Reifen mit etwa 8 mm Profil. Jeder Millimeter weniger Profil macht den Durchmesser 2 mm kleiner. In der Grafik ist der Unterschied 20-fach übertrieben. Grenzwerte stehen in der Betriebsanleitung des jeweiligen Autos.