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Antriebskunde · Konzepte · Lektion A8

Front, Heck, Allrad

Ob ein Auto zieht oder schiebt, entscheidet, wie es anfährt, wie es um die Kurve geht und was im Winter passiert. Hier fährst du alle Antriebsarten selbst: am Berg, auf Schnee und im Kurvenlabor. Und du erfährst, warum Allrad nicht gleich Allrad ist und warum ein Allradler vier gleiche Reifen braucht.

Station 1Ziehen oder schieben? Wo Motor und Antrieb sitzen

Im Alltag: die Schubkarre

Achslast-Labor: Wohin wandert das Gewicht beim Gasgeben?

KraftflussMotorRäder und LastReibung, Durchdrehen
Bauart
Untergrund
Beladung
Vorderachse–
Hinterachse–
Antriebsräder schaffen–
Beschleunigung–

Modell: 1.350 kg leer, Radstand 2,6 m, Schwerpunkt 55 cm hoch, typische Gewichtsverteilungen. Reibwerte etwa: trocken 1,0, nass 0,7, Schnee 0,3, Eis 0,1. Roll- und Luftwiderstand weggelassen, Allrad ideal verteilt.

Station 2Kurvenlabor: Untersteuern und Übersteuern

Im Alltag: dein Taschengeld

angetriebene Räder, KraftGrip-Kreis je RadRad rutscht (Reibspuren)
Antrieb
Untergrund
Ausprobieren
Querbeschleunigung–
Verhalten–
Ausnutzung vorne–
Ausnutzung hinten–

Stationäres Modell: 1.400 kg, Schwerpunkt 50 cm hoch, offene Achsdifferenziale, ESP aus. Wie bei den meisten Serienautos ist die Vorderachse etwas weniger griffig abgestimmt (leichtes Untersteuern). Das Auto ist zur besseren Sichtbarkeit größer gezeichnet.

Station 3Allrad ist nicht gleich Allrad

Im Alltag: die Wippe auf dem Spielplatz

Die Bauteile, die Kraft zwischen den Achsen verteilen

Momentverteilung: Wer bekommt die Kraft, wenn eine Achse rutscht?

Kraftfluss (Dicke = Kraft)MotorWärme, DurchdrehenHydraulikElektronik
System
Lage
Zustand
Kraft vorne–
Kraft hinten–
Tempo–

Modell: Anfahren an einer leichten Steigung, 1.500 kg. Zum Losfahren braucht das Auto hier etwa 1,1 kN Vortrieb. Blankeis hat fast keinen Grip (Reibwert 0,03), die andere Achse steht auf nassem Asphalt. Systemverhalten vereinfacht und typisch, nicht die Kennlinie eines bestimmten Autos. ESP und Bremseingriffe sind ausgeschaltet.

Meilensteine

1980Audi quattroPremiere am 3. März 1980 in Genf: permanenter Allrad mit Mitteldifferenzial, per Hand sperrbar. Rallye-Weltmeister der Marken 1982 und 1984.
1986/87Torsen im quattroRein mechanisch, Grundverteilung 50:50, bis zu 75 % zur Achse mit mehr Grip.
1987Galant VR-4Mitsubishi: permanenter Allrad mit Mitteldifferenzial und Viskokupplung.
1989Skyline GT-R R32Nissan ATTESA E-TS: normal Heckantrieb, elektronisch bis 50:50 nach vorn.
1990Mitsubishi GTO / 3000GT VR-4Visko-Mitteldifferenzial 45:55, offenes Differenzial vorn, Sperre hinten, dazu Allradlenkung (beim GTO MR weggelassen).
1996Lancer Evolution IVErstes Active Yaw Control (AYC): verteilt die Kraft hinten zwischen links und rechts.
1998Haldex Generation 1Audi TT, Audi S3 und VW Golf: Lamellenkupplung holt die Hinterachse dazu.

Station 4Allrad im Alltag: Reifen, Abschleppen, Prüfstand

Im Alltag: das Maßband

Abrollumfang-Rechner: neue Reifen vorne, alte hinten?
Reifengröße (alle vier gleich)
Allradsystem
Umfang vorne–
Umfang hinten–
Unterschied–
Mehr-Umdrehungen auf 100 km–

Rechnung: Umfang aus der Reifengröße, ein neuer Reifen mit etwa 8 mm Profil. Jeder Millimeter weniger Profil macht den Durchmesser 2 mm kleiner. In der Grafik ist der Unterschied 20-fach übertrieben. Grenzwerte stehen in der Betriebsanleitung des jeweiligen Autos.

Abschleppen

Bremsenprüfstand bei der HU

Allradlenkung ist kein Allradantrieb

Reifen kaufen und tauschen

Station 5Werkstatt: typische Fehler am Allrad

Im Alltag: der Arzt mit dem Stethoskop

Symptom → Ursache → Prüfen → Abhilfe

Was der Kunde erzählt

Gebrauchtwagen-Check: Allradler

CheckHast du’s drauf?