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Modul Diesel · Grundlagen · Lektion D1

Diesel-
Grundlagen

Kein Funke, keine Zündkerze: Der Diesel quetscht Luft so fest zusammen, dass sie glühend heiß wird. Spritzt dann Diesel hinein, brennt er von allein. Hier probierst du aus, warum das klappt, warum ein alter Diesel nagelt, warum er im Winter vorglühen muss und was dir die Farbe vom Rauch verrät.

Station 1Zünden ohne Funken

Im Alltag: die Luftpumpe wird warm

Im Alltag: das Feuer aus Luft

nur Luft gequetschtmit VerbrennungEinspritzung
Kraftstoff
Luft am Ende–
Druck am Ende–
Zündverzug–
Spitzendruck–
Nageln–
Luftüberschuss λ–

Vereinfachtes Modell bei 2.000 U/min, warmer Motor (die Luft hat sich im Einlass auf etwa 60 °C aufgewärmt; Lektion 5 rechnet mit 20 °C, darum sind die Werte hier etwas höher). Einspritzbeginn fest bei 12° vor OT. Echte Werte hängen stark vom Motor ab.

Gas geben ohne Drosselklappe

Im Alltag: Lagerfeuer – mehr Holz statt weniger Luft

Benziner: Saugrohr–
Diesel: Saugrohr–
Benziner: Gemisch λ–
Diesel: Luftüberschuss λ–

Station 2Vorkammer, Wirbelkammer oder direkt?

Im Alltag: der Anzündkamin beim Grillen

Verdichtung (typisch)–
Düse öffnet bei–
Nachgemacht, nicht aufgenommen.

Typische Werte älterer Pkw-Saugdiesel mit mechanischer Pumpe. Balken sind Vergleichswerte, keine Messungen.

Kurze Geschichte: vom Patent zum Pkw-Diesel

1893Rudolf Diesel bekommt sein Patent auf den Motor mit Selbstzündung (DRP 67207).
1897In Augsburg läuft der erste wirklich brauchbare Dieselmotor. Wirkungsgrad: etwa 24 %, für damals sehr viel.
1909Prosper L’Orange lässt sich die Vorkammer patentieren. Damit reicht weniger Einspritzdruck.
1922Bosch bringt die Glühkerze für den Kaltstart.
1927Die Bosch-Reiheneinspritzpumpe geht in Serie, zuerst für Nutzfahrzeuge.
1936Mercedes-Benz 260 D (Vorkammer) und Hanomag Rekord: die ersten Serien-Pkw mit Diesel. Citroën bot 1933 schon eine Diesel-Option an.
1975Bosch stellt die VE-Verteilerpumpe vor: klein und günstig, ideal für Pkw.
1987Fiat Croma TD i.d.: erster Pkw-Direkteinspritzer (mit Turbo). Weiter geht’s in D2.

Station 3Glühkerze und Kaltstart

Im Alltag: ein Tauchsieder

Vorglühlampe
Motor
Glühkerzen
Batterie / Nachglühen
Lampe geht aus nach–
Glühkerze nach Vorglühen–
Luft beim Anlassen, Ende Verdichtung–
Ergebnis–

Vereinfachtes Modell mit typischen Werten. Wie lange die Lampe leuchtet, regelt beim echten Auto ein Steuergerät nach der Kühlwassertemperatur, bei älteren Modellen ein Zeitrelais.

Station 4Die mechanische Einspritzpumpe

Im Alltag: eine Spritze

Die Verteilerpumpe mit Regler zum Ausprobieren

Leerlauf
Menge pro Einspritzung–
Einspritzungen pro Sekunde–
Pumpe dreht mit–
Spritzversteller–

Schema einer Pkw-Verteilerpumpe mit Leerlauf-Enddrehzahl-Regler. Abregeldrehzahl und Mengen sind Beispielwerte; jede Pumpe ist auf ihren Motor eingestellt. Die Bewegung ist stark verlangsamt.

Kälte-Check: wann wird Diesel zu Sülze?

Im Tank
Filterheizung

Grenzwerte nach DIN EN 590 für Deutschland (CFPP): Sommerdiesel 0 °C (15. April bis 30. September), Übergang −10 °C, Winterdiesel −20 °C (16. November bis Ende Februar). Viele Tankstellen liefern bessere Qualität. Der Bonus durch die Filterheizung ist ein grober Richtwert.

Station 5Werkstatt: was der Diesel dir sagt

Im Alltag: Rauch in der Küche

Welche Farbe hat der Rauch?
Wann?

Symptom → Ursache

Sicherheit: Aus Einspritzleitungen kommt Diesel mit über 100 bar. Nie mit der Hand in einen Strahl oder an ein undichtes Rohr fassen, der Strahl geht durch die Haut. Bei Common-Rail-Dieseln (ab D3) sind es über 1.000 bar: Dort wird das System nicht zum Entlüften geöffnet.

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