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Modul Benziner 2 · Zündung · Lektion Z1

Die Zündung

Aus 12 Volt wird ein Blitz mit Zehntausenden Volt. Beim Vierzylinder mit 6.000 U/min passiert das 200-mal pro Sekunde, und jedes Mal im richtigen Moment. Hier siehst du, wie die Zündspule das schafft, wie aus dem Verteiler die Einzelspule wurde, warum der Funke bei hoher Drehzahl früher kommen muss und was dir eine Zündkerze verrät.

Station 1Vom Akku zum Blitz: die Zündspule

Im Alltag: einen Bogen spannen und loslassen

Last
Schließzeit–
Schließwinkel–
Spulenstrom–
Energie–
Kerze braucht–
Spule schafft–
Reserve–
Brenndauer–

Zeitlupe. Rechts ein typisches Oszilloskop-Bild: oben die Spannung an der Kerze rund um den Funken, unten der Strom in der Primärwicklung über eine ganze Zündperiode. Eine Spule mit Verteiler muss beim Vierzylinder alle 180° Kurbelwinkel zünden. Alle Werte vereinfacht und typisch.

Station 2Zeitreise: vom Verteiler zur Einzelspule

Im Alltag: Karten reihum austeilen

Fehler einbauen
Zeit–
Hochspannung verteilt–
Zündzeitpunkt kommt von–
Schließwinkel–
Verschleißteile–
Aussetzer–

Stark verlangsamt. Unten läuft ein Arbeitsspiel (720° Kurbelwinkel) mit den Funken in Zündfolge 1-3-4-2, der bei Reihenvierzylindern üblichen Reihenfolge. Lila = Hochspannung, dünn lila = Steuersignal.

Die Bauteile

Wichtige Schritte

1902Bosch-Hochspannungs-Magnetzündung mit Zündkerze (Gottlob Honold). Der Funke entsteht ganz ohne Batterie.
1960erTransistorzündung: Pontiac bietet 1963 eine kontaktlose Zündung als Extra an, Bosch bringt Mitte der 1960er die kontaktgesteuerte TSZ.
1968Fiat Dino: erstes Serienauto mit elektronischer Zündung ab Werk.
1974Bosch TSZ-i: ganz ohne Unterbrecherkontakte, mit Induktivgeber, wartungsfrei.
1979Motronic im BMW 732i: Zündung und Einspritzung in einem Steuergerät, Zündwinkel aus dem Kennfeld (Lektion B4).
1988Saab 9000 mit Direct Ignition: kein Verteiler mehr, eine Spule auf jeder Kerze.

Station 3Der richtige Moment: Zündzeitpunkt

Im Alltag: einem rennenden Freund den Ball zuwerfen

Gaspedal
Flamme braucht–
Kurbelwelle dreht dabei–
Funke–
Druckspitze–
Leistung–
Klopfgefahr–

Vereinfachtes Modell. Was genau beim Klopfen passiert und warum Oktanzahl hilft, zeigt Lektion 5 (Kraftstoffe). Wie das Steuergerät den Zündwinkel aus dem Kennfeld liest, zeigt Lektion B4 (Motronic).

Werkstatt-Übung: Zündzeitpunkt mit dem Stroboskop einstellen

Im Alltag: Stroboskop in der Disco

Zündlichtpistole
Drehzahl
Unterdruckschlauch am Verteiler
Markierung steht bei–
Sollwert (Beispiel)10° ± 1° v. OT

Beispielmotor mit Verteiler. Den echten Sollwert, die Prüfdrehzahl und ob der Unterdruckschlauch ab muss, findest du im Werkstatthandbuch deines Motors.

Station 4Die Zündkerze und ihr Wärmewert

Im Alltag: dicker Pullover oder T-Shirt?

Wärmewert der Kerze
So wird gefahren
Isolatorspitze–
Zustand–
Kerzenbild–
Isolatorfuß–

Temperaturen vereinfacht nach den Temperaturkurven der Kerzenhersteller. Welcher Wärmewert in deinen Motor gehört, gibt der Hersteller vor.

Kerzengesichter lesen

Eine ausgebaute Kerze erzählt, wie es im Brennraum war. Was sie über das Gemisch verrät, kennst du schon aus Lektion B1 (Vergaser). Hier geht es um alles: Hitze, Öl, Verschleiß und Schäden. Wähle ein Kerzenbild.

Station 5Aus der Werkstatt: Aussetzer finden

Im Alltag: ein Gartenschlauch mit Loch

Bedingung
Fehler einbauen

Vereinfachte Zündspannungs-Anzeige, wie sie Motortester und Oszilloskope zeigen. Zündspannungen sind typische Größenordnungen. Fehlercodes nach SAE J2012 (OBD-II). Klassiker ohne OBD haben keinen Fehlerspeicher, dort hilft nur Messen.

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